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30. Januar bis 5. Februar

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Kommt zu Tisch und feiert!

Ein Impuls von Markus Jung zu Matthäus 9,9-13

Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder. (Vers 13)

Zöllner und Sünder essen mit Jesus aus Nazareth. Menschen, die von außen betrachtet den moralischen und gesellschaftlichen Ansprüchen nicht genügten. Mit der Einladung in seine Gemeinschaft überschreitet Jesus eine gesellschaftliche und religiöse Grenzziehung. Das macht selbst »unrein« und beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit seiner prophetischen und göttlichen Sendung. Das wird kritisiert und angemerkt.

Auf die Kritik hin bezieht Jesus Stellung. Seine Sendung gilt nicht denen, die schon in der Nähe Gottes sind. Das ist keine Kritik an den Frommen. Doch Jesus stellt fest: »Ihr, die ihr das Verhalten kritisiert und euch schon mit Gott ethisch und moralisch verbunden wisst, braucht die Zuwendung des Christus Gottes nicht«. Dieser umfassenden Zuwendung – barmherzig, voller Liebe, aufrichtend und heilend – bedürfen die, die in Gesellschaft und Religion nicht wahrgenommen und sogar ausgegrenzt werden. Zu ihnen kommt Jesus, der Christus Gottes, und schenkt Gemeinschaft, heilt die Wunden der gesellschaftlichen und moralischen Ächtung und führt die Gemeinschaft der Menschen vor Gott zusammen.

In dieser Aussage wird die Radikalität der Annahme, der Heilung und des Verbindens der Gesellschaft deutlich. Auftrag und Ziel des Christus ist das heilende Miteinander Gottes mit den Menschen: Gott für uns! Aus diesem grundlegenden »Ja« kann viel entstehen. Auch Veränderung! Dennoch steht das »Ja« Gottes vor allem anderen. Die Einladung steht: Kommt zu Tisch! Feiert, lacht, freut euch! Gott ist mit uns!

ICH DANKE

  • für die Barmherzigkeit Gottes, die allem Leben gilt; • für die begonnene Veränderung innerhalb der Kirche;
  • für den Ruf Jesu Christi an uns alle: »Kehrt um!« und an die damit verbundene Möglichkeit der Veränderung;
  • für das grundlegende »Ja« Gottes zu allen Menschen – somit auch für mich.

ICH BITTE

  • besonders für die Gemeindegründungen in Heilbronn und Rosenheim;
  • für den Frieden in der Welt (z.B. Ukraine und Jemen);
  • für Veränderungen zur Befriedung und Befreiung von Unterdrückung (z. B. im Iran, Irak, Afghanistan, Mexiko und Kolumbien);
  • für das Volk Israel und für alle Geschwister jüdischen Glaubens;
  • für Gottes Schöpfung: Möge Gott seine schützende Hand über alles Leben halten;
  • für die eigene Veränderung und für die Veränderung der Menschheit, dass Gottes Barmherzigkeit durch uns erlebbar wird.

Distrikt Nürnberg

Zu den 26 Bezirken des Nürnberger Distrikts gehören 42 Gemeinden, zu denen rund 5.400 Personen zählen. Großstädte, Ballungsgebiete und ländliche Regionen in Bayern und Württemberg umfasst der Distrikt. Die Verbundenheit innerhalb des Distrikts ist hoch. Zwei Gemeindegründungen in Heilbronn und Rosenheim sind segensreich angelaufen.

Kontakt:
Superintendent Markus Jung
Agnes-Gerlach-Ring 3
90455 Nürnberg

Telefon: 09122 8764570
E-Mail: distrikt.nuernberg@emk.de