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3. bis 9. Oktober

Eingebunden in eine große Geschichte

Ein Impuls von Holger Eschmann zu Jesaja 49,1-6

Der Herr hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war. (Vers 1b+c)

Kein Mensch kann sich selbst das Leben geben. Wir sind alle von einer Mutter geboren. Wenn unsere Eltern nicht gewesen wären, hätten wir das Licht der Welt nicht erblickt. Das wissen wir eigentlich, auch wenn wir Menschen oft so tun, als ob wir uns alles erarbeiten und verdienen könnten und müssten.

In dem Bibelwort kommt einer ins Staunen darüber, dass er sein Leben nicht sich selbst verdankt, dass er persönlich mit Namen angesprochen wird, noch bevor er zur Welt gekommen ist. Er meint mit diesem Gegenüber nicht seine Eltern, sondern Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Er ist gewiss: Vor allem eigenen Tun hat sich Gott mit ihm verbunden, hat ihn bei seinem Namen gerufen und ihm einen Auftrag gegeben. Das gibt ihm Hoffnung, Sinn und Kraft.

Allerdings ist die Erkenntnis, von Gott gerufen und mit einem Auftrag versehen zu sein, keine unangefochtene Gewissheit. Etwas später schreibt derselbe Berufene: »Ich aber dachte, ich arbeite vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz.« Wo er nur auf sich selbst und seine begrenzten Möglichkeiten schaut, gerät er ins Zweifeln. Da hilft der Blick auf den Ursprung und das Ziel, auf das Versprechen Gottes, das ihn vergewissert, in die große Aufgabe eingebunden zu sein, die gute Geschichte Gottes mit seiner Welt zu verkündigen.

ICH DANKE

  • für Gottes Zuspruch, der uns Lebensgewissheit schenkt;
  • für Menschen, die er in den Dienst der Verkündigung seiner Liebe gerufen hat;
  • für die vielen Begabungen, mit denen er Menschen ausstattet.

ICH BETE

  • für die Menschen, die an der Theologischen Hochschule Reutlingen lernen, lehren und leben – und für die vielen Menschen, mit denen sie in aller Welt in Verbindung stehen;
  • dafür, dass sich Menschen zur Mitarbeit in Gottes Ernte senden lassen;
  • für den Neu- und Umbau an der Theologischen Hochschule und für alle Veränderungsprozesse, die damit verbunden sind.
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Theologische Hochschule Reutlingen

Das Studium an der Theologischen Hochschule Reutlingen wurzelt in gelebtem Glauben, lebt von befreitem Denken und zielt auf eine Praxis tätiger Liebe. Wissenschaftlich fundiert und auf die Praxis bezogen dient das Studium der vollzeitlichen oder berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung von Menschen für den hauptamtlichen Dienst in der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche.

Kontakt:
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