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13. bis 19. Mai

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Nacheifern statt aufgeben

Ein Impuls von Markus Jung zu Hesekiel 37,1-14

Ich gebe meinen Geist in euch und ihr werdet wieder lebendig. (Vers 14a, Basis-Bibel)

Es ist eine Szene wie aus dem Film »Terminator«. Der Mensch hat es geschafft, sich und seine Zukunft zu beenden. Wer noch lebendig in diesem Trümmer- und Knochenfeld steht, dem fehlt jede Hoffnung und jeder Glaube, dass hier Leben entstehen kann. 

Wenn ich die Trümmerfelder der Kriege und Katastrophen dieser Zeit wahrnehme, wenn ich die immer deutlicher werdende Klimakatastrophe auf mich wirken lasse, wenn ich die Hoffnungslosigkeit unserer Zeit und den wieder aufkommenden Nihilismus wahrnehme, dann beschleicht mich das Gefühl: Gott, was soll’s? Es ist alles vorbei! Oder in den Worten Hesekiels: Gott, du weißt es! 

Damals wie heute angesichts all dieser Dürre, der Verstorbenen, der Katastrophen, der Kriege und mitten hinein in die Hoffnungslosigkeit beginnt das Gebet: »HERR, gib Hoffnung! Mach lebendig, was tot ist! Verändere die Menschheit! Lass nicht zu, dass unsere Weise, miteinander umzugehen, das letzte Wort hat. Denn das wäre der Tod!« 

So lese ich diese Aussage aus Vers 14a als eine Verheißung und Ermutigung. Es ist ein Hoffnungswort in eine Zeit – damals wie heute –, in der die Hoffnung fehlt. Ein Wort, das ermuntert, die Hoffnung auszusprechen, das Gebet zu suchen und das Leben wieder zu ermöglichen. Es ist ein Wort, dass Gott uns nicht aufgegeben hat: weder uns Menschen noch die Schöpfung. Dem möchte ich nacheifern und nicht aufgeben. Ich möchte diese Hoffnung leben und in die Welt tragen. Aus Berufung lebendig sein!

ICH DANKE

  • für jedes kleine Fünkchen Hoffnung, welches Mut schenkt, für das Leben einzutreten; 
  • für jede Ermunterung, das Leben zu leben und es mit anderen zu teilen; 
  • für jede Chance, bewusst zu leben, damit Zukunft Raum und Zeit gewinnt; 
  • für jede Begegnung in Liebe, die einen erle-ben lässt, dass du, Gott, mitten unter uns bist.

ICH BITTE,

um deinen lebendigen und lebensschaffenden Geist,

  • damit wir unsere Wüsten erkennen; 
  • damit wir die Notwendigkeit zur Veränderung wahrnehmen; 
  • damit wir uns wieder auf die Beine stellen lassen; 
  • damit wir lebendig werden und Hoffnung in die Welt tragen; 
  • damit aus Wüsten blühende Gärten entste-hen; 
  • damit aus Totem neues Leben hervorgeht; 
  • damit deine Schöpfung neue Hoffnung schöpft und aufatmet; 
  • damit du, Gott, Oase des Lebens wirst für all deine Geschöpfe.

So danken wir dir und bitten dich in Jesu Namen. Amen

Distrikt Nürnberg

Der Distrikt Nürnberg umfasst Großstädte, Ballungsgebiete und ländliche Regionen in Bayern und Nord-Württemberg. Zu seinen 27 Bezirken gehören 44 Gemein-den mit rund 5.600 Kirchen-gliedern und Kirchenangehöri-gen. Die geplanten größeren Be-zirkseinheiten gehen aufeinan-der zu und bilden gemeinsame Personalverantwortung. Sie überlegen gemeinsam, wie relevante Gemeindearbeit für die Menschen in den Städten und Dörfern aussehen kann und wie die Botschaft eines liebenden Gottes Resonanz findet im Leben der Menschen in unserem Land.

Kontakt:
Superintendent Markus Jung 
Agnes-Gerlach-Ring 3 
90455 Nürnberg 

Telefon: 09122 8764570 
E-Mail: distrikt.nuernberg@emk.de