24. bis 30. August
Das Ende der Gemütlichkeit
Ein Impuls von Olav Schmidt zu Apostelgeschichte 6, 1–7
Sie wählten Stephanus, einen Mann voll lebendigen Glaubens und erfüllt vom Heiligen Geist. (Vers 5, GNB)
Stephanus war einer der Diakone, die eingesetzt wurden, um soziale Ungerechtigkeit zu überwinden. Sein Dienst wurde von Zeichen und Wundern begleitet (V. 8). Er war voll Glaubens, voller Weisheit (V. 3) und voll des Heiligen Geistes. Wenn er sprach, konnte ihm niemand widerstehen (V. 10). Als Stephanus Jesaja zitiert und erklärte, dass Gott nicht »im Tempel wohnt«, brachte das das Fass zum Überlaufen. Seine Gegner griffen zu Steinen. Doch Stephanus trat nicht nur den Juden auf die Füße, sondern auch der eigenen Gemeinde. Sie traf sich weiterhin im Tempel zum Gottesdienst und schloss damit die Nichtjuden aus. Man blieb unter sich, richtete sich in Jerusalem ein und vergaß den Auftrag Jesu, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu tragen.
Mit seinen Worten brachte Stephanus nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern beendete auch die Gemütlichkeit seiner Gemeinde. Alle Gläubigen – außer den Aposteln – wurden nach Judäa und Samaria zerstreut, genau dorthin, wohin Jesus sie von Anfang an gesandt hatte. Aus der Verfolgung wurden ein ungewollter missionarischer Aufbruch und ein radikaler Neuanfang.
So geschieht es, wenn Menschen soziale Ungerechtigkeit überwinden, sich von Glauben, Weisheit und dem Heiligen Geist erfüllen lassen und mutig das Evangelium verkünden. Zeichen und Wunder begleiten diesen Aufbruch – und läuten das Ende der Gemütlichkeit ein.
Begegnen wir Menschen wie Stephanus vielleicht gerade deshalb auch heute mit Skepsis?
Dank
- für die vielen Menschen, die das Anliegen der Weltmission in unseren Gemeinden lebendig halten
- für das Engagement der Missionssekretärin und der Missionssekretäre der drei Jährlichen Konferenzen: Diana Wolff, Günter Loos und Wolfgang Bay
- für Jihan Ha, der 2027 nach mehr als 20 Jahren das Amt von Wolfgang Bay übernehmen wird
- für Katrin Lüdecke, die als Vertreterin der jungen Generation das Leitungsteam bereichern wird
Fürbitte
- für unsere Partnerkirchen und die Menschen in unseren Partnerländern, insbesondere: für Südafrika, wo der vollständige Wegfall der US-amerikanischen Hilfe im Kampf gegen AIDS befürchtet wird und die Hetze gegen Migrantinnen und Migranten viele Menschen in Angst versetzt;
- für Albanien, wo seit mehr als einem Monat täglich Hunderte gegen Korruption auf die Straße gehen;
- für Malawi, wo die siebthöchste Inflationsrate der Welt immer mehr Menschen in die Armut treibt.
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