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21. bis 27. September

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Krümelglaube – große Gnade

Ein Impuls von Jürgen Hofmann Matthäus 15, 21–28

Frau, dein Glaube ist groß! (Vers 28; BasisBibel)

Was ist ein großer Glaube? Ich hatte in der Kirche immer wieder mit Menschen zu tun, die den Glauben quantifizierbar machten. Sie ordneten andere auf einer Glaubensskala ein, und sei es nur, um zu begründen, weshalb ihnen etwas gelang oder nicht. Mir sträuben sich heute noch die Nackenhaare.

Wenn ich daran glaube, dass Gottes Kraft nach Paulus in den Schwachen mächtig wird (2. Korinther 12,9), was bedeutet dann ein großer Glaube? Groß, klein, viel und wenig sind schwammige, wenig hilfreiche Kategorien.

Was zeichnet Menschen aus, die tief (?) vom Vertrauen auf Gott getragen sind? Ich denke dabei an Christen, die nicht großspurig, sondern demütig, nicht laut, sondern hörend, nicht frei von Zweifeln, sondern durchaus mutig mit Gott streitend unterwegs sind. Ebenso denke ich an Christinnen, die in ihren Kämpfen mit Gott zu ihm zurückkehren und niemals die Hoffnung aufgeben.

Mit Jesus streitend und ihm trotzdem vertrauensvoll zugewandt, hartnäckig die Hoffnung nicht aufgebend – so begegnet mir in diesem Bibeltext die kanaanäische Frau. Jesu Schweigen und seine abweisenden Worte halten sie nicht davon ab, von ihm Hilfe zu erwarten, und sei es nur durch »herabfallende Krümel vom Tisch«. Kein einfacher Text – Gott sei Dank mit Happy End. Ich fremdle mit dem Gedanken des großen Glaubens und hoffe, dass auch ich einen genügend großen Glauben haben werde, sollte mir einmal ein ähnliches Gottesschweigen widerfahren. Zumal Gottes Gnade und Geduld stets größer sind als mein Glaube. Das macht mich zuversichtlich. Mein »Krümel«-Glaube ist gerade so groß, dass Gott ihn für sein Wirken mit mir in dieser Welt gebraucht.

Ich danke Gott,

  • dass er mir Glauben geschenkt hat,
  • für alle Menschen, die mich auf meinem Glaubensweg begleitet haben,
  • für unsere Gemeinden, in denen Menschen ihren Glauben miteinander teilen.

Ich bete

  • für alle, deren Glaube unter den Lasten des Alltags Risse bekommt oder gar ganz verloren geht,
  • für unsere Gemeinden, dass sie Orte sind, an denen Menschen mit ihren Glaubenszweifeln und Ängsten verständnisvolle Gesprächspartnerinnen finden,
  • um Gottes Geist, der uns immer wieder Glauben schenkt und Mut und Kraft gibt: zum Reden und Schweigen, zum Dulden und Kämpfen,
  • für alle, die nach dem Glauben suchen und begreifen wollen, was sie tun müssen, dass du sie, Gott, mit deinem befreienden Geist erfüllst,
  • dafür, dass mein Glaube Früchte trägt, praktisch wird, für meine Mitmenschen relevant ist und die Welt verändert.

Arbeit für die Ältere Generation

Die Arbeit mit der Älteren Generation beobachtet gesellschaftliche Fragestellungen und vermittelt hilfreiche Impulse für Mitarbeitende und Kreise in den Gemeinden durch Impulstage, sowie als Online-Angebote. Einmal im Jahr erscheint die Zeitschrift »Horizonte«. In der im Frühjahr erschienenen Ausgabe geht es um das Thema des Abschieds: „Abschiedlich leben“. Erhältlich im Bildungswerk und den Bezirken.

Kontakt:
Sekretär f.Ä.G. der SJK 
Jürgen Hofmann 

Telefon: 07022 8160 
E-Mail: juergen.hofmann(at)emk.de 
Web: www.emk-bildung.de/fachbereiche/aeltere-generationen