Skip to main content

19. bis 25. Oktober

PDF-Download

Schaut, dass es anderen gut geht! Wirklich?

Ein Impuls von Dorotha Lorenz zu Jeremia 29, 1, 4–7 (8–9) 10–14

Seht zu, dass es der fremden Stadt gut geht, in die ich Euch verbannt habe! Betet für sie zu dem Herrn. Denn geht es ihr gut, wird es auch euch gut gehen und ihr werdet in Frieden leben. (Vers 7, Basis Bibel)

Manchmal findet man sich in einer Situation wieder, die man sich so nicht ausgesucht hat. Wenn man merkt, dass man so schnell nicht wieder herauskommt, resigniert man leicht oder verharrt in innerem Widerstand. Dann braucht es im rechten Moment einen Impuls, der einen wieder ins Tun bringt.

Jeremia macht seinen Leuten in der Ferne im Auftrag Gottes Mut. Er fordert sie heraus, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dabei geht es nicht nur darum, die eigene Lage zu verbessern und dafür zu sorgen, dass es der Familie und den eigenen Leuten gut geht. Ihr Blick soll auch denen gelten, mit denen sie sich das Zusammenleben nicht ausgesucht haben. Aussitzen ist keine Lösung.

Ich kenne die Frage: »Lohnt sich das überhaupt?« Lohnt es sich, in Beziehungen zu investieren, wenn ich weiß, dass ich die Leute bald nicht mehr sehen werde? Lohnt es sich, sich in der Nachbarschaft zu engagieren, wenn in ein paar Jahren ohnehin wieder ein Umzug ansteht? Lohnt es sich, sich für Verbesserungen einzusetzen, von denen erst spätere Generationen etwas haben werden? 

Ja, es lohnt sich. Denn Gottes erklärter Wille ist, dass es allen gut geht. Dazu tragen auch all die kleinen Freundlichkeiten bei. Es ist menschlich, seine Ruhe haben zu wollen, wenn es anstrengend wird. Doch hier steht etwas anderes: »Betet für die fremde Stadt und schaut, dass es ihr gut geht.«

Wir danken Gott …

  • für Menschen, die andere stärken und ermutigen.
  • für unsere Geschwister und für das, was uns verbindet.
  • für alle Gemeinden im Distrikt Südost und darüber hinaus und ihren Einsatz zum Wohl von Stadt und Land.

Wir bitten Gott …

  • für alle in einer Lebenssituation, die sie sich nicht ausgesucht haben: dass er sie stärkt und ermutigt. Für alle, die sich in dieser Welt nicht mehr zurechtfinden, weil technologische Entwicklungen sie überfordern: dass er ihnen zeigt, wo sie Hilfe finden.
  • für unsere Geschwister, die längst zu uns gehören und nun wieder als Fremde gelesen werden. Für alle, die in Gefahr sind, in die Fänge von Populisten zu geraten.
  • darum, dass wir das Verbindende stärken, statt das Trennende zu betonen. Für alle Gemeinden im Distrikt Südost und darüber hinaus: dass er ihnen nahe ist, sie in ihrem Auftrag leitet und als seine Werkzeuge gebraucht, damit es Stadt und Land gut geht.

Distrikt Südost 

Zum Distrikt Südost gehören Bezirke mit Gemeinden in Württemberg, Franken und Bayern. Manche Gemeinden liegen dicht beieinander, andere bis zu 80 km auseinander. Einige Bezirke schließen sich zu größeren zusammen. Haupt- und Ehrenamtliche loten aus, was gemeinsam besser gelingt. Den Distrikt leiten Superintendent Matthias Kapp und Superintendentin Dorothea Lorenz. Vor Kurzem fand in Reutlingen das größte EmK-Event Deutschlands statt: der Hindernislauf MudMates mit 2.500 Teilnehmenden und vielen Besucherinnen und Besuchern.

Kontakt:
Distrikt Südost 
Superintendentin Dorothea Lorenz 
Giebelstr. 16
70499 Stuttgart 

Telefon: 0711 8600632
E-Mail: dorothea.lorenz(at)emk.de