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14. bis 20. September

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Mut aus Gottes Geist

Ein Impuls von Wilfried Röcker zu 2.Timotheus 1, 7–10

Denn der Geist, den Gott uns geschenkt hat, lässt uns nicht verzagen.Vielmehr gibt er uns Kraft, Liebe und Besonnenheit. (V. 7, Basis Bibel)

Die Situation, in der diese Worte entstehen, ist mehr als bemerkenswert: Ein älterer, überaus aktiver Apostel schreibt aus der Haft an einen jungen, vielversprechenden Mitstreiter der nächsten Generation. 

Eigentlich könnte der Ältere desillusioniert im Gefängnis sitzen und sich fragen, was das alles soll, was er da so treibt. Stattdessen macht er dem Jüngeren Mut – nicht mit einer rosaroten Brille, sondern mit dem Blick auf das, was Gottes Geist schenkt: Kraft, Liebe und Besonnenheit. 

Ich will mich von dieser Perspektive motivieren lassen. Mein Blick soll nicht bei dem hängen bleiben, was uns bedroht, hindert und gefangen nimmt, sondern auf Gott gerichtet sein, der uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit beschenkt. 

Die großen Glaubensvorbilder in der jüngeren und älteren Geschichte der Christenheit lebten aus dieser Quelle und ließen sich von Widerständen nicht beirren. 

Als ich diese Zeilen schreibe, liegt mein Urlaub noch vor mir. »Wenn er vorbei ist«, denke ich, »will ich neu durchstarten und unerschrocken und unaufgeregt dort am Werk sein, wo ich mich von Gott hingestellt weiß.« 

»Ein guter Vorsatz!«, sage ich mir und mache mir Mut. »Nur: Wie lange hält er?«, fragt eine andere Stimme in mir. 

Dabei merke ich: Dieser Bibelabschnitt eignet sich nicht für einen Schönwetterglauben. Er ist ein Wort für Zeiten, in denen dunkle Wolken aufziehen, kein Ausweg in Sicht ist und sich keine neue Lösung zeigt. Gerade deshalb will ich diese Haltung schon in guten Zeiten einüben – zum Beispiel im Urlaub. So kann sie mich im Alltag und auch dann tragen, wenn es schwierig wird.

WIR DANKEN GOTT

  • für Kraft, Liebe und Besonnenheit, die er uns schenkt,
  • dafür, dass er uns durch schwere Zeiten trägt,
  • für Auszeiten, die uns einen Perspektivwechsel ermöglichen.

WIR BETEN

  • für die Verzweifelten, die um ihre Söhne und Töchter trauern,
  • für alle, die wegen ihrer Überzeugung in Haft sind,
  • für diejenigen, die wegen ihres Engagements bedroht werden und nicht mehr weiterwissen,
  • für die Hoffnungstour des Bischofs,
  • für alle, die im Urlaub neue Kraft suchen und mit Sorge auf ihren Alltag blicken.

Bildungswerk

Das EmK-Bildungswerk fördert die Erwachsenenbildung in Gemeinden, Kleingruppen, Hauskreisen, Seniorentreffs und Gemeindeseminaren durch Arbeitshilfen und Kurse für Mitarbeitende. Das Bildungswerk berät und begleitet Gemeinden in der Gemeindeentwicklung und Konfliktbearbeitung. Es bildet Ehrenamtliche in Verkündigung, Seelsorge und Leitung aus.

Kontakt:
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Web: www.emk-bildung.de