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Impuls zur Woche

29. November bis 5. Dezember

Kinder- und Jugendwerk

Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen.
(Jesaja 63,19b, Luther 2017)

Verzweifelt glauben

Irgendwie ist doch alles falsch in diesem Text! Mir stellen sich tausend Fragen, und je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr Fragen tauchen auf. Ist Gott wirklich weit weg im Himmel? Ist Gott tatsächlich ein unbarmherziger Rächer? Soll Gott wirklich dreinschlagen? 

Es ist ein Klagepsalm aus einer Zeit, in der Israel aus einer katastrophalen Situation kam und erneut in eine prekäre Situation hineingeriet. Menschen können so weit kommen, dass sie in einer ausweglosen Situation nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll und sich schlicht eine »einfache, göttliche Lösung« wünschen. So wird es für mich zumindest verständlich. 

Diese Seite des Glaubens wird spürbar, wenn ich mich traue, auch selbst einmal schwach zu sein. Der schwache Glaube kann mir Mut geben, die Hoffnung nicht aufzugeben. Damit meine ich nicht die Hoffnung auf eine paradiesische Lösung im Himmel oder ein mächtiges göttliches Eingreifen auf der Erde. Es geht um die konkrete alltägliche Arbeit an einem besseren Leben, an freundlichem Zusammenleben mit meinen Mitmenschen, an einer Lösung für gesellschaftliche und politische Probleme, schlicht – an einer besseren Welt.

Wo ist Gott dabei? Ich weiß es nicht! Ich kann nicht mit dem Finger auf ihn zeigen. Vielleicht erreicht ihn das ein oder andere verzweifelte oder hoffnungsvolle Gebet, und vielleicht spüren wir auch in einem einzigartigen wunderbaren Moment, dass er wirklich da ist – auf der Seite der Schwachen und Verzweifelten: Verzweifelt glauben – trotz alledem!

Jörg Hammer

Kontakt: jhammer@emk-jugend.de

ICH DANKE

  • für die vielen jungen Menschen, die neue Ideen und unkonventionelle Fragen in unsere Kirche einbringen;
  • für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in ihrer Freizeit mit viel Liebe und Engagement für Kinder und Jugendliche einsetzen;
  • für die Erwachsenen, die sich bemühen, »auf Augenhöhe« mit Kindern, Teenies und Jugendlichen umzugehen;
  • für die Menschen, die sich für Gewaltlosigkeit in unserem Reden und Tun einsetzen.

ICH BETE

  • für die Kinder in unserer Gesellschaft, die auf der Suche nach tragfähigen Antworten auf ihre Glaubensfragen und nach gelingenden Beziehungen sind;
  • für die jungen Menschen, deren Zukunft aussichtslos erscheint im Hinblick auf ihre Chancen in unserer Gesellschaft;
  • für die Kinder und Jugendlichen, die auf der Flucht sind, deren Leben von Gewalt überschattet ist, und die bei uns nach Heimat und Geborgenheit suchen;
  • für ein ehrliches und gelingendes Miteinander von Jung und Alt in unserem kirchlichen Leben.

Kinder- und Jugendwerk

Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat die Evangelisch-methodistische Kirche in jedem Konferenzgebiet ein Kinder- und Jugendwerk eingerichtet. Diese Werke arbeiten eng zusammen als Kinder- und Jugendwerk der Zentralkonferenz in Deutschland. Das Werk vertritt die Anliegen von Kindern und Jugendlichen unserer Gemeinden in den konfessionellen und politischen Jugendverbänden Deutschlands. Es gestaltet Arbeitshilfen und Fortbildungen für Mitarbeitende und organisiert Großveranstaltungen für Jugendliche, wie zum Beispiel alle zwei Jahre an Pfingsten das Bundesjugendtreffen (BUJU).

Kontakt:
Kinder- und Jugendwerk der EmK 
Bundesgeschäftsstelle
Giebelstr. 16
70499 Stuttgart

Telefon: 0711 860068-3
Web: www.emk-jugend.de
 

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