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8. bis 14. Juni

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Tragen, was trägt

Ein Impuls von Michael Löffler zu Matthäus 11,25-30

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. (Vers 29 Luther 2017)

Viele Menschen sehnen sich nach neuer Kraft, nach Ruhe für die Seele. Denn oft fühlt sich das Leben schwer an – und manchmal auch der Glaube. Jesu Worte vom »sanften Joch« wirken da fast zu schön, um wahr zu sein. Ein Joch verband damals zwei Tiere miteinander. Jesus verspricht: Du musst deine Last nicht mehr allein tragen.

Denn Hand aufs Herz: Ist Nachfolge wirklich leicht? Scheitern wir nicht immer wieder an unseren Ansprüchen, an den Erwartungen anderer – und auch an dem, was Jesus uns vorlebt?

Vielleicht liegt das Missverständnis darin, dass wir oft versuchen, Jesus einfach nachzumachen. Doch Jesus sagt nicht nur: »Tut, was ich getan habe«, sondern vor allem: »Lernt von mir!«

Jesus lebte aus einer tiefen Gewissheit heraus: Ich bin vom Vater geliebt. Diese Liebe war die Grundlage seines Lebens. Und aus dieser Beziehung heraus lebte er, betete er, suchte die Stille und die Gemeinschaft mit Gott.

Genau dazu lädt er auch uns ein. Nicht zu einem Glauben, der aus eigener Kraft funktionieren muss, sondern zu einem Leben aus Gottes Liebe und aus der Kraft des Heiligen Geistes.

Das »leichte Joch« bedeutet deshalb nicht ein problemloses Leben. Auch Nachfolge kennt Mühe, Zweifel und schwere Wege. Jesu Last ist nicht deshalb leicht, weil sie keine Last wäre – sondern weil wir sie mit ihm tragen.

Vielleicht beginnt Erneuerung genau dort: nicht im noch größeren Einsatz, sondern darin, wieder neu von Jesus zu lernen.

Herr Jesus Christus,

du lädst uns ein, mit unseren Lasten zu dir zu kommen. Du kennst das, was uns müde macht: unsere Sorgen, unsere Fragen, unsere Enttäuschungen und alles, was wir mit uns herumtragen. 

Wir danken dir, dass wir nicht allein unterwegs sind. Danke, dass du uns nicht antreibst, sondern uns einlädst, von dir zu lernen. Danke für deine Geduld, deine Liebe und für die Ruhe, die du schenken willst. 

Lehre uns, aus deiner Nähe zu leben. Schenke uns Vertrauen, wenn uns die Kraft fehlt, Geduld miteinander und einen Glauben, der nicht aus Druck, sondern aus deiner Liebe lebt.

Wir bitten dich für deine Kirche hier und weltweit: dass sie Menschen nicht belastet, sondern zum Aufatmen einlädt, von deiner Liebe erzählt und aus deinem Geist lebt. 

Wir bitten dich für Menschen, die schwere Lasten tragen – für Kranke und Einsame, für Menschen in Angst und Unsicherheit, für alle, die unter Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit leiden. Schenke Frieden, wo Hass wächst, und Hoffnung, wo Menschen mutlos werden. Lass uns immer wieder staunend entdecken, was es heißt, mit dir zu leben.

Amen.

Kirchenkanzlei

Die Kirchenkanzlei in Frankfurt am Main ist die zentrale Dienst- und Verwaltungsstelle der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Sie unterstützt den Bischof sowie die kirchlichen Gremien und trägt dazu bei, dass der Auftrag der Kirche verantwortlich und nachhaltig wahrgenommen werden kann. Dabei versteht sie ihre Arbeit als Dienst an Gemeinden, Werken und Menschen – im Vertrauen darauf, gemeinsam Kirche zu gestalten und Zukunft verantwortlich zu leben.

Kontakt:
Kirchenkanzlei der EmK
Dielmannstraße 26
60599 Frankfurt am Main 

Telefon: 069 242521-0
E-Mail: kirchenkanzlei@emk.de